Die moderne Technik scheint uns zu helfen, das Leben einfacher, berechenbarer und kontrollierter zu machen. Aber haben wir dabei etwas übersehen? Wie können wir unsere Umwelt und die Natur anders einbeziehen und bewusst wahrnehmen, anstatt alles, was passiert, logisch vorherzusagen?

Die Antwort ist: Wir beobachten diese. Wir nehmen sie auf. So wie die meditativen Momente, in denen man in ein Lagerfeuer starrt und dem Knistern und Knacken des Holzes lauscht, das von den Flammen verzehrt wird, bis es zu Asche zerfällt. Wir wissen, dass es passieren wird, aber wir können nicht vorhersagen, wie sich die Flammen bewegen werden oder in welche Richtung die Funken fließen werden. Unter Verwendung dieses Konzepts, aber angewandt auf das Element Wind anstelle von Feuer, konstruierten wir ein Gitter aus Elektromagneten, bei dem sich jeder Magnet wie ein Pixel verhält, nahmen Winddaten aus verschiedenen Gebieten Japans und stellten die Bewegungen an der Wand nach.

Die beruhigende und meditative Wirkung, die dieses physische Kunst- und Technikelement hat, macht es in einer Vielzahl von unterschiedlichen Situationen oder Orten einsetzbar. TOU könnte im Eingang eines Hotels stehen, wo es die Gäste mit sanften Windwellen begrüßt, die in der Nähe eines Flusses aufgezeichnet wurden, oder in einem Wartezimmer eines Krankenhauses, um sowohl Besuchern als auch Gästen zu helfen, sich zu beruhigen. TOU kann auch eine schöne Hintergrundumgebung für unterirdische Büros oder andere Räume ohne Fenster sein, um das Gefühl zu vermitteln, dass die Außenwelt in Ihrem täglichen Leben vertreten ist.

Mitten in der Pandemie haben sich das Künstlerpaar Alice & Kenji Jones nach kurzem Überlegen entschieden, dass es Zeit ist, nach neuen Ufern Ausschau zu halten. Warum gerade dann? Alice hat ihre Wurzeln ursprünglich in Deutschland und nach insgesamt 5 Jahren in Japan war es Zeit, dass dort gelernte mitzunehmen und einen Neuanfang in der alten Heimat zu starten, wo sie ursprünglich Biologie studierte, in Japan aber mit nachhaltigen Kickstartern und einem Kindermodelabel Berufung gefunden hat. Kenji, in Amerika aufgewachsen aber mit japanischen Wurzeln, hat schon früh Interesse an allem mechanischen gehabt und sein eigenes Auto gebaut. Nach abgeschlossenem Kunststudium fand er immer wieder Arbeit im Bereich der Technologie und spielte in verschiedenen Bands als Bassist. Beide haben eine Verbindung zur Kunst und Technologie, die während ihrer Zeit in Japan stark beeinflusst wurde und sich hoffentlich in Berlin mit ihrer eigenen Firma “Konel Berlin” weiterentwickeln kann.