Maria Bürger hat 2020 ihren Abschluss im Studiengang Kommunikationsdesign an der HTW Berlin mit der Abschlussarbeit „paradigm shift“ gemacht. Dieses Projekt stellt eine nonlineare Virtual Reality Experience dar, welche die Interaktion mit einem digitalen Assistenzssystem in vier Raumzuständen erlebbar macht und unterschiedliche Sichtweisen auf die Fortschrittsentwicklung von KI thematisiert. Nun arbeitet sie im Bereich Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit bei der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft.

paradigm shift

Maria Bürger – 2020

Die Experience „paradigm shift“ erforscht eine sich verändernde Beziehung zwischen dem/der Teilnehmer/in und einem virtuellen Assistenten in einer abstrakten räumlichen Umgebung. Der intelligente Assistent begleitet die Reise der Teilnehmenden mittels eines Echtzeit-Dialogs und geht gleich zu Beginn auf die Verfassung der Teilnehmenden ein. Im Laufe der Zeit verändert sich die Haltung des Assistenten. Der Grad der Kontrolle, den er verleiht, variiert: Freie Wahl wird zu Manipulation, Autorität zu Ohnmacht.

Die Erfahrung ist nicht linear strukturiert und wird erhebliche durch die direkte Interaktion der Teilnehmer/innen gesteuert. Dementsprechend wird das Erlebnis auf unterschiedliche und individuelle Weise durchlaufen. Die Intelligenz des Assistenzsystems hat die Macht, den Mensch in der virtuellen Umgebung zum nahezu allmächtigen Gott zu erheben oder ihm jegliche Möglichkeit der Interaktion und Bewegung zu nehmen, sollte er ihn als Bedrohung oder als unvollkommen interpretieren. Die Installation rückt nachdrücklich und fast schon mit körperlicher Nähe die Auswirkungen und Einflüsse intelligenter Assistenzsystems ins Bewusstsein der Nutzer/innen.

Bachelor Arbeit